Hämatologie

 

Blutgruppenbestimmung          (Hund & Katze)

Die am weitesten verbreitete Blutgruppe bei der Katze ist A. Daneben gibt es noch die Blutgruppen B und AB als eigenständige Gruppen. Verschiedene Rassekatzen (insbesondere Perserkatzen und deren Abkömmlinge) sind potentiell Träger der Blutgruppe B, und bei der Verpaarung mit einem Kater der Blutgruppe A kann es bereits bei der ersten Trächtigkeit zu Unverträglichkeiten und fataler intravasaler Hämolyse bei Welpen mit der Blutgruppe A kommen.

Bei Hunden zielt die Blutgruppenbestimmung insbesondere auf den Bereich Bluttransfusion ab.

 

Großes Blutbild

Das große Blutbild setzt sich aus einem kleinen Blutbild und dem Differentialblutbild zusammen. Deshalb beinhaltet es viele verschiedene Parameter:

 Erythrozyten (rote Blutkörperchen), die für den Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxid-Transport von großer Bedeutung sind.

 Leukozyten (weiße Blutkörperchen), die den Körper vor Krankheitserregern schützen und somit für die körpereigene Abwehr wichtig sind.

 Thrombozyten (Blutplättchen), die bei der Blutgerinnung eine extrem wichtige Rolle spielen.

 Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), der im Körper für die Bindung von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff verantwortlich ist.

 Hämatokritwert, der das Verhältnis zwischen festen und flüssigen Blutbestandteilen angibt.

 Monozyten, die bei Erhöhung Aufschluss auf eine bakterielle Infektion, sowie eine Infektion durch Viren oder Parasiten geben können. Ein Anstieg kann auch bei bestimmten Krebsarten oder bei Autoimmunkrankheiten hervorgerufen werden.

 Lymphozyten, können bie ähnlichen Ursachen wie bei den Monozyten ansteigen. Niedrige Werte könnte es bei der Einnahme bestimmter Medikamente, bei Lupus, einer Harnvergiftung oder bei verschiedenen Krebsarten geben.

 Granulozyten, die zu der der Gruppe der weißen Blutkörper gehören und ein Teil der zullulären Immunabwehr sind.

 Eosinophile, können Bakterien und Gewebereste "fressen", weshalb die Zahl besonders bei einer abklingenden Infektion erhöht ist.

 Hypochromasie, ist eine unzureichende Beladung der roten Blutkörperchen mit Hämoglobin. Typisch ist dies für eine Eisenmangelanämie oder einer Bleivergiftung.

 Anisozytose, ungleiche Größe vergleichbarer Zellen der Erythrozyten, während die Form dieser aber normal ist. Spricht für stark ausgeprägte Anämien.

 

Retikulozyten          (Hund & Katze)

Retikulozyten sind jugendliche Erythrozyten, die im Knochenmark über mehrere Zwischenstufen aus Vorläuferzellen entstehen. Sie werden an das Blut abgegeben und wandeln sich dort in ein bis zwei Tagen zu reifen, roten Blutkörperchen um. Sie dienen zur Unterscheidung von regenerativen und nicht regenerativen Anämien.