Immunologische Untersuchung

 

AFP

a-Fetoprotein (AFP) gehört zu den im Veterinärbereich verfügbaren Tumormarkern. Tumormarker sind entweder durch den Tumor selbst oder aber durch das umliegende Gewebe produzierte Proteine. Da Tumormarker i. d. Regel keine hohe Spezifität besitzen, werden sie in der Humanmedizin weniger als Suchprogramm für eventuell vorhandene Tumoren sondern insbesondere zum Monitoring im Verlauf einer bereits bekannten Tumorerkrankung eingesetzt.

AFP ist nicht gewebsspezifisch und korreliert nicht mit der Größe oder Malignität eines Tumors. Einsatzgebiet ist die Überwachung von Mammatumoren sowie Tumoren des Magen-Darm-Traktes. In der Regel werden AFP und CEA parallel bestimmt.

 

ANA

Bei Verdacht auf systemischen Lupus erythematodes (SLE) wird der Antinukleäre Antikörper (ANA) durchgeführt. Nachgewiesen werden damit eine Reihe von Antikörpern gegen körpereigene Zellkernkomponenten im Patientenserum. Bei negativem Ergebnis sollte eventuell zusätzlich eine Biopsie untersucht werden, da der serelogische Nachweis besonders bei lokalen Veränderungen negativ sein kann. Niedrig positive Titer können auch bei vielen Allgemeinerkrankungen auftreten.

 

CEA

Carcino-Embryonales Antigen (CEA) gehört zu den im Veterinärbereich verfügbaren Tumormarkern. Tumormarker sind entweder durch den Tumor selbst oder aber durch das umliegende Gewebe produzierte Proteine. Da Tumormarker in der Regel keine hohe Spezifität besitzen, werden sie in der Humanmedizin insbesondere zum Monitoring im Verlauf einer bereits bekannten Tumorerkrankungen eingesetzt.

CEA gehört zu den Markern für Tumoren in Gesäuge und Magen-Darmtrakt und wird in der Regel gemeinsam mit AFP bestimmt.

 

Coombs-Test

Der Coombs-Test wird zur Untersuchung auf autoimmunhämolytische Anämien durchgeführt. Man unterscheidet den dirketen und indirekten Coombs-Test. Beim direkten Coombs-Test werden Autoantikörper auf der Erythrozythenmembran, beim indirekten im Seum des Patienten festgestellt. Der Test ist nur zuverlässig, wenn hochwertige Testseren zur Verfügung stehen. Sie müssen in der Lage sein, Autoantikörper sowohl vom IgG- als auch vom IgM-Typ aufzuspüren, außerdem noch Komplement C3. Dies ist bie manchen kommerziell erhältlichen Seren leider nicht der Fall.

Der indirekte Coombs-Test ergibt nicht so zuverlässige Resultate wie der direkte Test. Es kommen öfter falsch positive oder falsch negative Ergebnisse vor.

 

CRP

Die Messung von CRP eignet sich dür die Diagnose und Verlaufskontrolle von entzündlichen Krankheiten. Wenn gleich die CRP-Bestimmung nicht krankheitsspezifisch ist, bietet die Erkennung erhöhter CRP-Spiegel jedoch einen wertvollen Hinweis auf das Vorliegen entzündlicher Prozesse. Die CRP-Konzentration im Serum steigt innerhalb von Stunden nach Entzündungsbeginn an und erreicht einen Gipfel in der akuten Phase. Nach Abklingen der Entzündung sinken die CRP-Werte wieder ab. Da die Erythrozyten-Sedimentationsrate durch andere physiologische Vorgänge beeinflusst werden kann, ist die CRP-Bestimmung ein zuverlässigerer und empfindlicher Entzündungsindikator.

 

Eiweiß-Elektrophorese

Die Serum-Elektrophorese stellt die Verteilung der verschiedenen Eiweißfraktionen des Serums dar. Im Fall chronischer Erkrankungen gibt eine Grafik Aufschluss darüber, welche Art von Proteinen vorliegt.

 

IgA

IgA ist ein Oberflächenantikörper des gesamten Verdauungskanals sowie des Nasen-Mund-Rachenraumes. Bei geschwächter Immunabwehr kann es zu Fehlbesiedelung dieser Bereiche kommen.

 

IgG

Die IgG (Immunglobuline G) sind vorzugsweise präzipitierende und komplementbindende Antikörper, di vor allem für die sekundäre Immunantwort und die Abwehr bakterieller Infektionen Bedeutung besitzen. Sie kommen intra- und extravasal vor. Bei Tieren mit einer Placenta endotheliochorialis (Hund und Katze) können in geringem Umfang IgG von der Mutter auf den Fetus übergehen, während dies bei Tieren mit eriner Placenta epitheliochorialis (Pferd, Wiederkäuer, Schwein) nicht der Fall ist.

 

IgM

Die Immunglobuline M (IgM) sind ebenfalls komplementbindende und präzipitierende Globuline und werden bei der primären Immunantwort gebildet. Sie besitzen von allen Immunglobulinen das größte Molekulargewicht und kommen normalerweise im Blutserum in geringer Konzentration vor.

 

SAA

Serum Amyloid A (SAA) ist ein früh erkennbarer und sensibler Blut Biomarker bei Gewebeschäden und Entzündungskrankheiten. Es ist bekannt, dass die Konzentration der SAA Zirkulation im Blut bei auftretenden Gewebeschäden und Entzündungskrankheiten dramatisch ansteigt; SAA wird daher als Akut-Phase-Protein klassifiziert.

Nach einer Entzündung, Infektionen oder Zellnekrose kann die Konzentration bis zu 1000-fach ansteigen, fällt jedoch auch sehr schnell bei Heilung wieder ab. Desweiteren wurde bei einigen Spezies - beispielsweise Pferden - beobachtet, dass SAA ein hilfreicher Entzündungsmarker zur Erkennung klinischer und möglicher subklinischer Erkrankungen ist. Dadurch eignet sich der Parameter zur Beobachtung von Krankheitsaktivitäten, Prognosen und der Erkennung einer Infektionsausbreitung in Herden.